Ihre Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychodramatherapeutin und -supervisorin absolvierte Dr. Ruth Metten bei dem Begründer dieses Verfahrens und vom Moreno Institute in Beacon, New York, als „Director of Psychodrama, Sociometry, and Group Psychotherapy“ akkreditierten Univ. Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Andreas Ploeger.

 

Im Gegensatz zum auf Dr. Jacob Levy Moreno zurückgehenden klassischen Psychodrama ist die  tiefenpsychologisch fundierte Psychodramatherapie – kurz: TfPT – ein auf Einsicht ausgerichtetes Therapieverfahren. Diese wird hier allerdings nicht wie in der Psychoanalyse durch verbale Deutung vermittelt, sondern die Teilnehmer gewinnen sie – ganz im Sinne psychodramatischer Verfahren – unmittelbar aus dem Handlungsvollzug heraus.   

 

Unabhängig voneinander entdeckten Moreno und der Psychologe James Enneis, dass sich Hypnose und Psychodrama kombiniert anwenden lassen. Dieser Synthese gab Moreno den Namen „Hypnodrama“.

 

Psychodrama in Hypnose – geht das überhaupt? Bedeutet Hypnose nicht entspannt und beinahe regungslos in einem von außen schlafähnlich erscheinenden Zustand zu verharren? Es mag vielleicht etwas überraschen, aber in Hypnose können wir durchaus wach, aktiv und außenorientiert sein.  

 

Seit einigen Jahren gehört das Hypnodrama zum therapeutischen Angebot dieser Praxis. Dabei zeigt sich immer wieder, was bereits Moreno  und Enneis erkannten. Die Hypnose wirkt im Hypnodrama wie ein psychologischer Starter und steigert dessen therapeutischen Effekt.

 

So lassen sich im Hypnodrama korrigierende Erfahrungen machen, die zu tiefgreifenden therapeutischen Veränderungen führen.

 

Wer sich eingehender über dieses Verfahren, seine Ursprünge und praktische Anwendung informieren will, für den ist kürzlich im Sospital-Verlag das Buch „Bühne des Lebens – Das Hypnodrama und seine antiken Wurzeln“ erschienen.  Link     

 

The hypnotic operation has a psychodramatic nucleus.

(Jacob Levy Moreno)